03.02 | Licht bei Stromausfall
Warum eine zuverlässige Notbeleuchtung zur grundlegenden Vorsorge im Haushalt gehört
Ein Stromausfall macht sich besonders deutlich bemerkbar, wenn es draußen bereits dunkel ist. Innerhalb eines Augenblicks funktionieren Deckenlampen, Stehleuchten und viele andere gewohnte Lichtquellen nicht mehr. Räume, die man eigentlich gut kennt, sehen plötzlich ganz anders aus.
Schon der Weg durch die Wohnung kann dadurch schwieriger werden. Treppenstufen, Möbel, herumliegende Gegenstände oder Türschwellen sind schlechter zu erkennen. Gleichzeitig beginnt häufig die Suche nach einer Taschenlampe – und ausgerechnet dann stellt sich die Frage, wo sie eigentlich liegt und ob die Batterien noch funktionieren.
Eine zuverlässige Notbeleuchtung gehört deshalb zu den einfachen, aber wichtigen Bestandteilen der persönlichen Notfallvorsorge. Dabei geht es nicht darum, möglichst viele oder besonders leistungsstarke Lampen zu besitzen. Entscheidend ist, dass geeignete Lichtquellen vorhanden, funktionsfähig und im Dunkeln schnell erreichbar sind.
Welche Beleuchtung sinnvoll ist, hängt dabei auch von der eigenen Lebenssituation ab. Eine Taschenlampe erfüllt eine andere Aufgabe als eine Stirnlampe oder eine Leuchte, die einen ganzen Raum erhellen soll. Ebenso spielen die Energieversorgung, die geplante Nutzungsdauer und die Anzahl der Personen im Haushalt eine Rolle.
Gute Lichtvorsorge beginnt deshalb nicht erst, wenn es dunkel wird. Sie beginnt mit der Frage, welches Licht im eigenen Haushalt benötigt wird, wenn die gewohnte Beleuchtung plötzlich ausfällt.
Licht bedeutet Orientierung
Wenn bei Dunkelheit der Strom ausfällt, fehlt nicht einfach nur die gewohnte Beleuchtung. Auch die Orientierung innerhalb der eigenen vier Wände kann plötzlich schwieriger werden.
Treppen, Stufen und Möbel lassen sich schlechter erkennen. Der Weg zum Sicherungskasten, zu wichtigen Medikamenten oder zur eigenen Notfallausrüstung kann erschwert sein. Muss man das Gebäude verlassen, wird eine zuverlässige Lichtquelle ebenfalls schnell wichtig.
Hinzu kommt, dass Dunkelheit eine ohnehin ungewohnte Situation zusätzlich belastend machen kann. Besonders Kinder, ältere Menschen oder Personen mit eingeschränkter Mobilität können darauf angewiesen sein, dass schnell eine geeignete Beleuchtung zur Verfügung steht.
Notbeleuchtung erfüllt deshalb mehrere Aufgaben. Sie hilft dabei, sich zu orientieren, mögliche Gefahrenstellen zu erkennen und notwendige Handlungen auch bei Dunkelheit durchführen zu können.
Dabei muss nicht jeder Raum dauerhaft vollständig ausgeleuchtet werden. Viel wichtiger ist die Frage, wo Licht tatsächlich benötigt wird: beispielsweise auf wichtigen Laufwegen, an Treppen, im Badezimmer, am Sicherungskasten oder dort, wo sich die Notfallausrüstung befindet.
Gute Lichtvorsorge bedeutet deshalb nicht, die Wohnung bei einem Stromausfall genauso hell zu machen wie zuvor. Entscheidend ist, dort Licht zur Verfügung zu haben, wo es gebraucht wird.
Nicht jede Lichtquelle erfüllt die gleiche Aufgabe
Für die Notbeleuchtung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Welche davon sinnvoll sind, hängt vor allem davon ab, wofür das Licht benötigt wird.
Eine klassische Taschenlampe eignet sich besonders für die gezielte Ausleuchtung. Mit ihr lassen sich beispielsweise der Weg durch das Haus, der Sicherungskasten oder Bereiche außerhalb des Gebäudes kontrollieren. Sie bietet viel Licht in eine bestimmte Richtung, lässt aber meistens nur eine Hand für andere Tätigkeiten frei.
Eine Stirnlampe hat einen anderen Vorteil: Beide Hände bleiben frei. Das kann hilfreich sein, wenn etwas gesucht, getragen oder überprüft werden muss. Auch beim Treppensteigen oder bei notwendigen Arbeiten während eines Stromausfalls kann das praktisch sein.
Laternen und andere Flächenleuchten wiederum sind dafür gedacht, einen größeren Bereich gleichmäßig zu beleuchten. Sie können beispielsweise auf einem Tisch stehen und so einen Wohnraum ausreichend erhellen, ohne dass ständig eine Taschenlampe gehalten werden muss.
Auch kleine Orientierungs- oder Nachtlichter mit eigener Energieversorgung können sinnvoll sein. Richtig platziert helfen sie dabei, wichtige Laufwege oder Treppen schnell erkennbar zu machen.
Welche Kombination geeignet ist, hängt vom Haushalt ab. In einer kleinen Wohnung bestehen andere Anforderungen als in einem mehrstöckigen Haus. Ebenso macht es einen Unterschied, ob eine Person allein lebt oder mehrere Menschen gleichzeitig Licht benötigen.
Deshalb kann es sinnvoll sein, verschiedene Arten von Lichtquellen miteinander zu kombinieren, statt sich ausschließlich auf eine einzige Taschenlampe zu verlassen.
Nicht die Anzahl der Lampen ist entscheidend. Entscheidend ist, ob für die unterschiedlichen Situationen im eigenen Haushalt eine passende Lichtquelle vorhanden ist.
Batterien, Akkus, Kurbel oder Solar?
Bei der Auswahl einer Notbeleuchtung sollte nicht nur auf Helligkeit und Bauform geachtet werden. Ebenso wichtig ist die Frage, woher die Lampe ihre Energie bekommt und wie lange diese Energie zur Verfügung steht.
Batteriebetriebene Lampen haben einen einfachen Vorteil: Sind passende Ersatzbatterien vorhanden, können leere Batterien innerhalb kurzer Zeit ausgetauscht werden. Voraussetzung ist allerdings, dass die richtigen Batterietypen bevorratet werden und diese noch einsatzfähig sind.
Bei Lampen mit integriertem Akku entfällt der regelmäßige Batteriewechsel. Sie können im Alltag bequem aufgeladen werden. Für die Notfallvorsorge sollte allerdings darauf geachtet werden, den Ladezustand regelmäßig zu kontrollieren. Eine Akkulampe, die seit Monaten unbenutzt in einer Schublade liegt, kann im entscheidenden Moment nahezu leer sein.
Praktisch können auch Lampen sein, die mehrere Möglichkeiten der Energieversorgung bieten. Manche Modelle lassen sich beispielsweise über USB laden und verfügen zusätzlich über eine Handkurbel oder ein kleines Solarmodul. Solche Funktionen können die Abhängigkeit von einer einzelnen Energiequelle reduzieren.
Eine Handkurbel kann dabei insbesondere als zusätzliche Möglichkeit interessant sein, wenn andere Energiequellen nicht zur Verfügung stehen. Kleine integrierte Solarmodule wiederum können eine Ergänzung darstellen, sollten aber nicht überschätzt werden: Wie viel Energie damit tatsächlich gewonnen werden kann, hängt unter anderem von Größe des Moduls, Sonneneinstrahlung und Ladezeit ab.
Auch eine vorhandene Powerbank kann zur Lichtvorsorge beitragen, wenn die verwendeten Lampen über USB geladen werden können. Allerdings sollte bedacht werden, dass dieselbe Powerbank möglicherweise gleichzeitig für Smartphone, Radio oder andere Geräte benötigt wird.
Deshalb gilt auch bei der Energieversorgung: Nicht nur überlegen, womit eine Lampe betrieben wird, sondern auch, wie sie nach mehreren Stunden oder Tagen weiter genutzt werden kann.
Eine gute Lösung kann darin bestehen, nicht ausschließlich auf eine einzige Energiequelle zu setzen. So bleibt die Beleuchtung flexibler, wenn eine Möglichkeit vorübergehend nicht zur Verfügung steht.
Die beste Taschenlampe hilft nicht, wenn man sie im Dunkeln suchen muss
Eine funktionierende Taschenlampe im Haushalt zu besitzen, ist ein guter Anfang. Für die Notfallvorsorge ist aber ebenso wichtig, wo sie aufbewahrt wird und ob sie bei einem Stromausfall schnell erreichbar ist.
Liegt die einzige Taschenlampe irgendwo in einer Schublade im Keller, während man sich im Obergeschoss befindet, kann bereits der Weg dorthin bei völliger Dunkelheit schwierig werden. Ähnliches gilt, wenn nur eine Person im Haushalt weiß, wo sich die Notbeleuchtung befindet.
Sinnvoll ist deshalb, für wichtige Lichtquellen feste und allen Haushaltsmitgliedern bekannte Aufbewahrungsorte festzulegen. Eine Taschenlampe kann beispielsweise im Schlafzimmer griffbereit liegen, eine weitere an einem zentralen Platz im Wohnbereich. In einem mehrstöckigen Haus kann es sinnvoll sein, auf mehreren Etagen eine Lichtquelle vorzuhalten.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen Treppen und wichtige Laufwege. Auch der Zugang zum Sicherungskasten sollte bedacht werden. Wer bei einem Stromausfall zunächst überprüfen möchte, ob lediglich eine Sicherung ausgelöst hat oder tatsächlich die Stromversorgung ausgefallen ist, sollte den Sicherungskasten erreichen können, ohne vorher im Dunkeln nach einer Lampe suchen zu müssen.
Dabei sollte die Notbeleuchtung möglichst so aufbewahrt werden, dass sie auch ohne funktionierende Raumbeleuchtung gefunden werden kann. Ein fester Platz ist häufig hilfreicher als eine Lampe, die im Alltag immer wieder an unterschiedlichen Stellen abgelegt wird.
Auch alle anderen Personen im Haushalt sollten wissen, wo sich die wichtigsten Lichtquellen befinden und wie sie bedient werden. Das gilt besonders dann, wenn verschiedene Lampen unterschiedliche Funktionen oder Bedienkonzepte haben.
Ein einfacher Test kann dabei überraschend aufschlussreich sein:
Wenn jetzt der Strom ausfallen würde – wüssten Sie ohne Nachdenken, wo sich die nächste funktionierende Lichtquelle befindet?
Wer diese Frage sofort beantworten kann, hat bereits einen wichtigen Teil seiner Lichtvorsorge organisiert.
Kerzen – vertraut, aber nicht ohne Risiko
Kerzen sind in vielen Haushalten vorhanden und werden bei einem Stromausfall häufig als erste alternative Lichtquelle genutzt. Sie benötigen weder Batterien noch einen geladenen Akku und können einen Raum zumindest teilweise beleuchten.
Für die Notfallvorsorge haben sie allerdings einen entscheidenden Nachteil: Eine Kerze ist eine offene Flamme.
Gerade während eines Stromausfalls kann dadurch ein zusätzliches Brandrisiko entstehen. In dunklen Räumen werden Gegenstände leichter übersehen, Menschen bewegen sich ungewohnter durch die Wohnung und möglicherweise stehen mehrere Kerzen gleichzeitig an verschiedenen Stellen.
Wer Kerzen verwendet, sollte deshalb auf einen stabilen und nicht brennbaren Untergrund achten und ausreichend Abstand zu Vorhängen, Papier, Möbeln und anderen brennbaren Materialien halten. Brennende Kerzen sollten niemals unbeaufsichtigt bleiben.
Besondere Vorsicht ist erforderlich, wenn Kinder oder Haustiere im Haushalt leben. Eine umgestoßene Kerze kann aus einer eigentlich beherrschbaren Situation innerhalb kurzer Zeit ein wesentlich größeres Problem machen.
Auch das Einschlafen bei brennenden Kerzen sollte unbedingt vermieden werden. Für die Beleuchtung während der Nacht sind elektrische, unabhängig vom Stromnetz betriebene Lichtquellen in der Regel die deutlich geeignetere Lösung.
Kerzen können deshalb eine ergänzende Lichtquelle sein. Sie sollten jedoch nicht die einzige geplante Notbeleuchtung eines Haushalts darstellen.
Ein Stromausfall ist bereits eine ungewohnte Situation. Gute Vorsorge sollte vermeiden, daraus durch eine unachtsam verwendete Lichtquelle einen zusätzlichen Notfall entstehen zu lassen.
Notbeleuchtung regelmäßig überprüfen
Notfallausrüstung wird im besten Fall nur selten benötigt. Genau darin liegt allerdings auch ein Problem: Eine Taschenlampe kann über Monate oder sogar Jahre an ihrem vorgesehenen Platz liegen, ohne benutzt zu werden.
Batterien können sich entladen oder beschädigt werden, Akkus verlieren mit der Zeit ihre Ladung und auch eine Lampe selbst kann einen Defekt entwickeln. Deshalb sollte Notbeleuchtung nicht einfach eingelagert und anschließend vergessen werden.
Es ist sinnvoll, die vorhandenen Lichtquellen in regelmäßigen Abständen kurz zu überprüfen. Funktioniert die Lampe noch? Ist der Akku ausreichend geladen? Sind passende Ersatzbatterien vorhanden? Lassen sich Schalter, Kurbel oder andere Funktionen problemlos bedienen?
Bei batteriebetriebenen Geräten sollte außerdem der Zustand der eingelegten Batterien kontrolliert werden. Beschädigte oder ausgelaufene Batterien können nicht nur unbrauchbar sein, sondern auch das Gerät selbst beschädigen.
Akkubetriebene Lampen sollten regelmäßig nachgeladen werden. Wie häufig das erforderlich ist, hängt vom jeweiligen Gerät und Akku ab. Hier lohnt sich ein Blick in die Herstellerangaben.
Auch Ersatzbatterien gehören zur Kontrolle. Entscheidend ist nicht nur, dass irgendwo Batterien vorhanden sind, sondern dass der passende Typ in ausreichender Anzahl verfügbar und noch verwendbar ist.
Eine einfache Möglichkeit besteht darin, die Kontrolle der Notbeleuchtung mit anderen regelmäßigen Vorsorgeprüfungen zu verbinden. Wer beispielsweise in festen Abständen Powerbanks, Radio, Hausapotheke oder Lebensmittelvorräte überprüft, kann die Lichtquellen gleich mit einbeziehen.
Notbeleuchtung ist nicht deshalb zuverlässig, weil sie einmal gekauft wurde. Sie ist zuverlässig, wenn sie im entscheidenden Moment einsatzbereit ist.
Wie viel Notbeleuchtung braucht ein Haushalt?
Eine pauschale Zahl lässt sich dafür kaum nennen. Ein Einpersonenhaushalt in einer kleinen Wohnung hat andere Anforderungen als eine Familie in einem mehrstöckigen Haus mit Keller, Garage oder Garten.
Entscheidend ist deshalb weniger die Frage „Wie viele Taschenlampen sollte ich besitzen?“, sondern vielmehr: „Welche Bereiche und Tätigkeiten müssen bei einem Stromausfall weiterhin ausreichend beleuchtet werden können?“
Dazu gehören zunächst die wichtigen Laufwege innerhalb des Haushalts. Schlafzimmer, Treppen, Flure, Badezimmer und der Zugang zum Sicherungskasten können dabei eine Rolle spielen. Hinzu kommen Bereiche, in denen sich wichtige Ausrüstung, Medikamente oder andere benötigte Gegenstände befinden.
Gleichzeitig sollte berücksichtigt werden, dass möglicherweise mehrere Personen zur selben Zeit Licht benötigen. Eine einzelne Taschenlampe kann schnell zum Engpass werden, wenn sich eine Person damit im Keller befindet, während andere Haushaltsmitglieder im Wohnbereich ebenfalls eine Lichtquelle brauchen.
Auch die Art der Nutzung ist entscheidend. Für den kurzen Weg durch einen dunklen Flur reicht möglicherweise eine kleine Taschenlampe. Wer einen Raum über längere Zeit beleuchten möchte, benötigt eher eine Flächenleuchte. Müssen beide Hände frei bleiben, kann wiederum eine Stirnlampe sinnvoller sein.
Deshalb lohnt sich ein kleiner gedanklicher Rundgang durch den eigenen Haushalt:
Wo brauche ich Licht? Wer braucht gleichzeitig Licht? Und welche Tätigkeiten möchte ich auch bei Dunkelheit sicher durchführen können?
Aus diesen Fragen ergibt sich meist wesentlich besser, welche und wie viele Lichtquellen tatsächlich sinnvoll sind, als aus einer allgemeinen Einkaufsliste.
Gute Notfallvorsorge orientiert sich nicht daran, möglichst viel Ausrüstung bereitzuhalten. Sie orientiert sich an der eigenen Lebenssituation und dem tatsächlichen Bedarf.
Ein kurzer Licht-Check für den eigenen Haushalt
Ob die eigene Notbeleuchtung sinnvoll vorbereitet ist, lässt sich mit einigen einfachen Fragen überprüfen. Dafür muss nicht erst auf den nächsten Stromausfall gewartet werden.
Stellen Sie sich vor, heute Abend fällt plötzlich der Strom aus.
Wissen Sie sofort, wo sich die nächste Taschenlampe befindet? Können Sie diese auch erreichen, wenn der Raum vollständig dunkel ist? Funktioniert sie und ist ausreichend Energie vorhanden?
Überlegen Sie anschließend, welche Wege Sie innerhalb Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses möglicherweise zurücklegen müssten. Kommen Sie sicher zum Badezimmer, zum Sicherungskasten oder zu Ihrer Notfallausrüstung? Sind Treppen und andere mögliche Gefahrenstellen ausreichend berücksichtigt?
Auch die anderen Personen im Haushalt sollten einbezogen werden. Wissen alle, wo sich die Lichtquellen befinden und wie sie funktionieren? Stehen genügend Lampen zur Verfügung, wenn mehrere Personen gleichzeitig Licht benötigen?
Prüfen Sie außerdem die Energieversorgung. Sind passende Ersatzbatterien vorhanden? Sind Akkus geladen? Gibt es gegebenenfalls eine alternative Möglichkeit zum Nachladen?
Ein solcher Test lässt sich sogar ganz praktisch durchführen: Schalten Sie an einem Abend für einige Minuten bewusst die normale Beleuchtung aus und prüfen Sie, wie gut Ihre vorbereiteten Lösungen tatsächlich funktionieren. Dabei werden häufig Dinge sichtbar, an die man vorher nicht gedacht hat.
Vielleicht liegt die Taschenlampe doch nicht so griffbereit wie angenommen. Vielleicht fehlt Licht an einer Treppe. Oder es zeigt sich, dass eine zusätzliche kleine Leuchte an einem bestimmten Ort sinnvoll wäre.
Vorsorge wird besonders wertvoll, wenn sie nicht nur auf dem Papier funktioniert, sondern im eigenen Alltag ausprobiert wurde.
KEPS-Fazit
Licht gehört zu den grundlegenden Dingen, die bei einem Stromausfall innerhalb weniger Sekunden fehlen können. Eine funktionierende Notbeleuchtung hilft dabei, Orientierung zu behalten, Gefahrenstellen zu erkennen und notwendige Handlungen auch bei Dunkelheit durchführen zu können.
Dabei kommt es nicht darauf an, möglichst viele oder besonders leistungsstarke Lampen zu besitzen. Taschenlampen, Stirnlampen und Flächenleuchten erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Welche Kombination sinnvoll ist, hängt von der Größe des Haushalts, den vorhandenen Räumen und den Menschen ab, die dort leben.
Ebenso wichtig wie die Auswahl der Lichtquellen sind deren Energieversorgung und Aufbewahrung. Batterien müssen vorhanden, Akkus geladen und die Lampen an festen, bekannten Orten erreichbar sein. Denn eine Taschenlampe, die im entscheidenden Moment erst gesucht werden muss oder nicht funktioniert, hilft wenig.
Wer seine Lichtvorsorge einmal praktisch ausprobiert, erkennt häufig schnell, wo noch Verbesserungen möglich sind. Oft braucht es dafür keine umfangreiche Ausrüstung. Manchmal genügt bereits eine zusätzliche Lampe am richtigen Ort, ein Satz passender Ersatzbatterien oder die regelmäßige Kontrolle vorhandener Geräte.
Gute Lichtvorsorge beginnt deshalb nicht mit dem Kauf einer bestimmten Lampe. Sie beginnt mit der Frage, wo im eigenen Haushalt Licht benötigt wird, wenn die gewohnte Beleuchtung plötzlich nicht mehr funktioniert.
Und wie bei allen Bereichen der persönlichen Notfallvorsorge gilt:
Es gibt keine hundertprozentige Sicherheit. Aber es gibt Möglichkeiten, besser vorbereitet zu sein.