Blackout - Vorsorge für einen großflächigen Stromausfall

Ein Blackout kann unser gewohntes Leben innerhalb kurzer Zeit verändern.
Mit dem richtigen Wissen und einer vorausschauenden Vorbereitung lassen sich viele Herausforderungen jedoch deutlich besser bewältigen. Auf dieser Seite erfahren Sie, was ein Blackout ist, welche Folgen möglich sind und wie Sie sich sinnvoll darauf vorbereiten können.

Was ist ein Blackout?

Definition

Ein Blackout ist ein großflächiger, länger andauernder Stromausfall, der weite Teile einer Region, eines Landes oder sogar mehrere Staaten gleichzeitig betreffen kann. Anders als ein gewöhnlicher Stromausfall lässt sich ein Blackout nicht innerhalb kurzer Zeit beheben. Da nahezu alle Bereiche unseres täglichen Lebens von einer zuverlässigen Stromversorgung abhängig sind, können die Auswirkungen weitreichend sein und die öffentliche Infrastruktur erheblich beeinträchtigen.

Unterschied zwischen Stromausfall und Blackout

Viele Menschen setzen einen gewöhnlichen Stromausfall mit einem Blackout gleich. Tatsächlich gibt es jedoch wesentliche Unterschiede.

Stromausfall

Betrifft meist nur einzelne Gebäude oder Ortsteile.

Die Ursache ist häufig lokal begrenzt.

Die Versorgung kann meist innerhalb kurzer Zeit wiederhergestellt werden.

Auswirkungen bleiben meist lokal begrenzt.

Blackout

Betrifft große Regionen oder mehrere Länder gleichzeitig.

Ursache liegt meist im überregionalen Stromnetz oder in einer Verkettung verschiedener Ereignisse.

Die Wiederherstellung der Stromversorgung kann viele Stunden oder sogar mehrere Tage dauern.

Zahlreiche Bereiche der kritischen Infrastruktur können gleichzeitig betroffen sein.

Warum ist das Thema wichtig?

Strom ist die Grundlage unseres modernen Alltags. Ohne elektrische Energie funktionieren weder Beleuchtung noch Kommunikation, Wasserversorgung, Heizungen, Tankstellen oder viele medizinische Einrichtungen. Bereits nach kurzer Zeit können sich erhebliche Einschränkungen ergeben. Eine gute Vorbereitung hilft dabei, die Auswirkungen eines Blackouts besser zu bewältigen und auch in einer außergewöhnlichen Situation möglichst handlungsfähig zu bleiben.

Wie kann ein Blackout entstehen?

  • Überlastung der Stromnetze
    Das europäische Stromnetz muss jederzeit im Gleichgewicht zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch bleiben. Kommt es zu einer erheblichen Überlastung oder zu größeren Störungen im Verbundnetz, können automatische Schutzmechanismen einzelne Netzbereiche abschalten, um schwerwiegendere Schäden zu verhindern.

  • Extreme Wetterereignisse
    Stürme, Orkane, Eisregen, starker Schneefall oder Überschwemmungen können Stromleitungen, Umspannwerke und andere Teile der Energieversorgung beschädigen. Treffen mehrere Ereignisse gleichzeitig aufeinander, kann dies die Stabilität des Stromnetzes erheblich beeinträchtigen.

  • Technische Defekte
    Auch technische Störungen oder Ausfälle wichtiger Anlagen können Auswirkungen auf die Stromversorgung haben. Obwohl das Stromnetz über zahlreiche Sicherheitsmechanismen verfügt, lassen sich technische Defekte nie vollständig ausschließen.

  • Cyberangriffe
    Die Energieversorgung gehört zur sogenannten Kritischen Infrastruktur und kann Ziel von Cyberangriffen werden. Gelingen Angriffe auf Steuerungs- oder Kommunikationssysteme, könnten sie unter bestimmten Umständen die Stabilität des Stromnetzes beeinträchtigen.

  • Menschliches Versagen
    Fehlbedienungen, Planungsfehler oder Missverständnisse bei Wartungs- und Schaltarbeiten können ebenfalls zu Störungen im Stromnetz führen. Solche Ereignisse sind selten, können aber in Verbindung mit weiteren Faktoren größere Auswirkungen haben.

  • Verkettung mehrerer Ereignisse
    Ein Blackout entsteht häufig nicht durch eine einzelne Ursache, sondern durch das Zusammenwirken mehrerer ungünstiger Ereignisse. Treffen beispielsweise extreme Wetterbedingungen, technische Störungen und Netzüberlastungen gleichzeitig aufeinander, kann dies die Stabilität des Stromnetzes erheblich beeinträchtigen.

Welche Auswirkungen hat ein Blackout?

Unsere heutige Gesellschaft braucht Elektrizität, um zu funktionieren. Ein großflächiger Stromausfall ("Blackout") würde deshalb für viele Probleme sorgen. Wir zeigen ein Gedankenspiel: Was würde ohne Strom passieren?

Nach wenigen Minuten

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Wenn es keinen Strom mehr gibt, fallen sofort alle Kommunikationsnetze aus: Das Internet funktioniert nicht mehr, das Fernsehen auch nicht. Die Hands sind zwar per Akku noch für einige Stunden mit Strom vorsorgt, doch es gibt keinen Netzempfang mehr. Als einzige Informationsquelle bleiben nur batteriebetriebene Radios übrig.

Durch den Ausfall aller Ampeln und Beleuchtungen kommt es auf den Straßen zu Autounfällen. Der Blackout könnte so schon nach wenigen Minuten die ersten Verletzten oder sogar Todesopfer verursachen.

Am Bankautomaten lässt sich kein Geld mehr abheben und die Zahlung mit EC-Karte ist nicht mehr möglich. In den Krankenhäusern springen die Notstromaggregate an, um den Betrieb lebensnotwendiger Maschinen zu gewährleisten.

Nach 24 Stunden

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Nach 24 Stunden wächst die Verunsicherung in der Bevölkerung. Polizei und Feuerwehr versuchen an möglichst vielen Orten Patrouille zu fahren, um die Menschen zu informieren und – wenn möglich – die größten Notfälle per Analogfunk an die Zentrale weitergeben zu können.

Mit dem restlichen Bargeld werden Supermärkte leergekauft. Gleichzeitig geben die letzten Akkus von Laptops und Handys ihren Geist auf.

Während in der Industrie viele Anlagen nicht mehr gesäubert oder gekühlt und deshalb beschädigt werden, sterben in den deutschen Mastbetrieben Hunderte Millionen Kühe, Schweine und Hühner, weil sie nicht mehr versorgt werden können.

Nach 48 Stunden

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Nach 48 Stunden ohne Strom wird die Lage kritisch. Es beginnen ernsthafte hygienische Probleme in Krankenhäusern, in Altenheimen und auf den Straßen, da die Wasser- und Müllentsorgung nicht mehr gewährleistet ist – es besteht Seuchengefahr.

Die Feuerwehr versucht so gut wie möglich die Kanalisation zu spülen. Das Abwasser der Kläranlagen kann nur noch in Flüsse abgeleitet werden.

In den Krankenhäusern werden zudem die Medikamente knapp und die Notstromaggregate haben keinen Diesel mehr, um weiteren Strom zu erzeugen. Die Zahl der Todesopfer steigt.

Nach 3 Tagen

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Nach spätestens drei Tagen gehen vielen Menschen die Lebensmittelreserven aus und die Ungewissheit in der Bevölkerung steigt, weil sich viele Menschen nicht mehr verlässlich informieren können.

Unter bestimmten Umständen schließen sich die ersten kleineren Gruppen zusammen, um auf Beutezug nach Nahrung und Wertsachen zu gehen. Die Anzahl an Überfällen und Einbrüchen könnte steigen, auch begünstigt dadurch, dass viele Kriminelle aus den elektronisch gesicherten Gefängnissen entkommen.

Nach einer Woche

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Eine Woche nach dem Blackout brechen möglicherweise die letzten Notstromversorgungen in den Rechenzentren zusammen. Das ist ein großes Problem in Atomkraftwerken, weil dann die Brennstäbe in den Reaktoren nicht mehr ausreichend gekühlt werden können. Es droht eine Kernschmelze drohen und damit der Super-GAU.

In Deutschland nimmt allerdings seit April 2023 die Gefahr eines durch Stromausfall verursachten Atomunfalls ab: Damals wurden die letzten drei Atomkraftwerke im Land abgeschaltet.

Ganz gebannt ist die Gefahr aber aktuell noch nicht: Nach dem Abschalten müssen die Brennelemente noch drei bis sechs Jahre in einem so genannten Abklingbecken lagern, und auch dieses wird mit Strom gekühlt.

Wer ist besonders betroffen?

  • Familien mit Kindern
  • Senioren
  • Pflegebedürftige Menschen
  • Menschen mit medizinischen Geräten
  • Unternehmen
  • Kommunen
  • Landwirtschaft

Wie können Sie vorsorgen?

  • Trinkwasser bevorraten
  • Lebensmittelvorräte anlegen
  • Lichtquellen bereithalten
  • Batterieradio
  • Powerbanks
  • Notfallapotheke
  • Wichtige Dokumente sichern
  • Notfallplan erstellen

Sie möchten wissen, wie gut Sie auf einen Blackout vorbereitet sind? Wir unterstützen Sie gerne mit einer individuellen Beratung.

Jede Krisensituation ist anders – und jede Lebenssituation auch.
Ob Familie, Einzelperson, Unternehmen oder Kommune: In einer persönlichen Beratung entwickeln wir gemeinsam ein Vorsorgekonzept, das zu Ihrer individuellen Situation passt.